Leuchtturm werden · Modul 1 von 7
Der Überlebensmodus
Will das Kind nicht – oder kann es gerade nicht?
- Zum Lesen
- ca. 60 Minuten
- Im Austausch
- 75 Minuten
- Dazu
- Arbeitsbogen
Am schönsten auf einem großen Bildschirm. Die Grafiken und Übungen entfalten sich am Laptop oder Monitor am besten. Auf dem Handy funktioniert das Modul aber ebenso.
Bevor wir starten
Schön, dass Sie an Bord sind.
Sie kennen diese Momente aus Ihrem Unterricht: Ein Kind, das eben noch mitgearbeitet hat, ist plötzlich nicht mehr zu erreichen. Es wird laut, läuft hinaus oder sitzt einfach still da, während Sie gleichzeitig die übrige Klasse, Ihre Stundenplanung und vielleicht schon einen anstrengenden Vormittag im Blick behalten.
In diesem Modul schauen wir gemeinsam darauf, was in solchen Momenten im Körper eines Kindes geschieht. Wer das Krokodil im Kopf kennt, kann vieles gelassener einordnen und findet oft auch für sich selbst einen ruhigeren Umgang mit schwierigen Situationen.
Ihr BeSOS-Team
Schritt 1 · Ankern · 15 Minuten
Erst einmal bei sich ankommen
Bevor es um die Kinder geht, beginnen wir bei Ihnen und bei Situationen, die Sie aus Ihrem Alltag kennen.
Zum Einstimmen · auch für Ihre KlasseDer BeSOS-Film
Wir haben diesen Film für Kinder gemacht. Er erklärt das Krokodil im Kopf so, wie Ihre Schülerinnen und Schüler es verstehen, und Sie können ihn direkt im Unterricht einsetzen.
Auf YouTube ansehen ↗Kennen Sie das?
Vielleicht ist Ihnen die eine oder andere dieser Situationen vertraut. Tippen Sie an, was passt.
Von 136 befragten Fachkräften an Sekundarschulen fühlte sich nur etwa jede fünfte ausreichend vorbereitet, psychische Belastungen bei Jugendlichen einzuordnen.
Naumann et al. 2023Falls Sie sich in solchen Situationen manchmal unsicher fühlen, geht es Ihnen also wie vielen Kolleginnen und Kollegen. Dieses Modul möchte Ihnen dafür etwas an die Hand geben.
Ein kurzer Blick zurück
Vielleicht erinnern Sie sich an eine Lehrprobe, eine Prüfung oder ein wichtiges Gespräch, in dem Ihnen plötzlich nichts mehr einfiel, obwohl Sie gut vorbereitet waren. Die Hände wurden feucht, das Herz schlug laut, und im Kopf war es seltsam leer.
Ihr Kopf war in diesem Moment durchaus beschäftigt, allerdings mit etwas viel Älterem als Fachwissen: mit der Frage, ob gerade Gefahr droht.
Was wir sehen · Klasse 4
Lea soll an der Tafel vorrechnen. Sie geht nach vorn, starrt auf die Aufgabe und antwortet auch auf Nachfrage nicht. Aus der Klasse kommt Gekicher.
Was in Lea passieren könnte
Möglicherweise etwas Ähnliches wie bei Ihnen in der Lehrprobe. Ihr Körper hat auf Schutz umgeschaltet, und für einen Moment kommt sie an das Gelernte nicht heran.
Was dabei im Körper geschieht, schauen wir uns im ersten Kapitel genauer an.
Schritt 2 · Verstehen
Das Krokodil im Kopf
Wenn das Gehirn Gefahr meldet, übernimmt ein sehr altes Notfallprogramm, das uns schützen will.
Unter Bedrohung oder Überlastung bekommen die tiefen Strukturen des Gehirns Vorrang. In Sekundenbruchteilen entscheidet ein evolutionär bewährtes Programm, ob wir kämpfen, fliehen oder erstarren. Der präfrontale Cortex, mit dem wir planen und bewusst entscheiden, tritt in dieser Zeit in den Hintergrund.
In echter Gefahr ist das Krokodil im Kopf ein guter Verbündeter, weil es schneller handelt, als wir denken können. Es springt allerdings auch in Situationen an, in denen es gar nicht ums Überleben geht, etwa vor einer Klassenarbeit, bei einem Streit auf dem Pausenhof oder in einem schwierigen Elterngespräch. Ob uns etwas bedrohlich vorkommt, hängt dabei weniger von der Situation selbst ab als davon, wie wir sie erleben.
Im Handbuch beschreiben wir das mit dem Bild einer Feuerwehr. Das Team Krokodilgehirn ist das Einsatzteam, schnell und mutig, und der präfrontale Cortex ist die Einsatzleitung, die den Überblick behält. Im Alltag arbeiten beide gut zusammen. Im Überlebensmodus rückt das Team allerdings aus, bevor die Leitung überhaupt gefragt wurde.
Wie dieses Ausrücken aussehen kann, zeigt das nächste Kapitel.
Fight · Flight · Freeze
Kampf, Flucht, Erstarren
Drei Schutzprogramme mit einer gemeinsamen Wurzel, von denen das dritte am leichtesten übersehen wird.
Welches Programm anspringt, sucht sich niemand aus. Für den Schulalltag ist vor allem wichtig, dass alle drei von außen leicht wie Unwille aussehen können.
- Im Körper
- Mobilisierung durch Adrenalin, Spannung und Kraft
- Was Sie vielleicht sehen
- Widerstand, Provokation, laute Worte, Angriff
- Im Körper
- ebenfalls Mobilisierung, mit Energie zum Wegkommen
- Was Sie vielleicht sehen
- Rückzug, Vermeiden, Ablenken, innerlich weg sein
- Im Körper
- Immobilisierung, der Puls sinkt, Erinnerungslücken sind möglich
- Was Sie vielleicht sehen
- „Wegträumen“, wirkt schüchtern oder unaufmerksam
Den zweiten Blick schenken
Erstarren fällt am wenigsten auf, weil es so still ist. Es kann mit belastenden oder traumatischen Erfahrungen zusammenhängen. Wir beschreiben hier Verhalten, eine Diagnose gehört in fachkundige Hände.
Sechs Szenen, sechs Lesarten
Solche Szenen kennen Sie aus Ihrem Alltag besser als wir. Wenn Sie eine Karte antippen, erscheint eine weitere mögliche Lesart, als Ergänzung zu Ihrem eigenen Blick.
Was im Körper dabei genau passiert, erklärt Kapitel 3.
Wissen kompakt
Was im Körper passiert
Hinter dem Krokodil im Kopf steht ein eingespieltes Team aus mehreren Hirnregionen. Darum reagiert es so schnell.
- AlarmAugenblick
Die Amygdala meldet Gefahr. Ob Säbelzahntiger oder Klassenarbeit, macht für den Alarm kaum einen Unterschied.
- AdrenalinSekunden
Über die schnelle SAM-Achse schüttet der Körper Adrenalin und Noradrenalin aus, Herz und Atem werden schneller.
- CortisolMinuten
Die langsamere HPA-Achse legt Cortisol nach, das den Körper für Minuten bis Stunden in Bereitschaft hält.
- Folgendanach
Für kurze Zeit ist das gesund. Hält der Zustand an, erschöpft er und verändert mit der Zeit sogar den präfrontalen Cortex.
Das Team Krokodilgehirn
Vier Mitspieler sind im Einsatzteam besonders wichtig, dazu kommt die Einsatzleitung als Gegenüber. Die Namen müssen Sie sich nicht merken, es hilft aber zu sehen, wie fein dieses Team zusammenspielt.
- 1AmygdalaDer Bedrohungsdetektor
Prüft blitzschnell über die „low road“, ob Gefahr droht, noch bevor wir bewusst denken. Sie wird oft Angstzentrum genannt, arbeitet aber eher wie ein Frühwarnsystem.
- 2HippocampusDer Integrierer
Verknüpft Erlebtes mit Ort und Zeit. Unter Stress kann sich Altes deshalb anfühlen, als geschähe es gerade jetzt.
- 3HypothalamusDie Schaltstelle
Startet die schnelle SAM-Achse und die langsamere HPA-Achse.
- 4HirnstammDas „Reptiliengehirn“
Steuert Atmung, Kreislauf, Schlaf und Wachheit und versteht vor allem die Sprache des Körpers.
- 5Präfrontaler CortexDie Einsatzleitung
Plant, wägt ab und bremst Impulse. Er ist die stressempfindlichste Region des Gehirns und meldet sich im Überlebensmodus als Erstes ab.
Jahre alt ist der Hirnstamm entwicklungsgeschichtlich. Er hat sich bewährt, lange bevor es Sprache gab.
BeSOS-Handbuch, Kapitel 1Wenn der Hirnstamm keine Worte versteht, stellt sich die Frage, wie wir ihn überhaupt erreichen.
Warum Appelle wenig ausrichten
Der Körper ist der Schlüssel
Ein „Beruhige dich doch!“ richtet sich ausgerechnet an den Teil des Gehirns, der gerade nicht erreichbar ist.
Im Überlebensmodus ruft das Team Krokodilgehirn „Feuer!“. Die Einsatzleitung würde vielleicht abwinken, wird aber in diesem Moment nicht gefragt. Appelle an Vernunft und Einsicht kommen deshalb kaum an, und das liegt weder an Ihnen noch am Kind.
Wie viel schneller der Körper beruhigen kann als der Kopf, zeigt ein Blick auf den Vagusnerv.
BeSOS setzt deshalb bei Atem, Bewegung und Körperwahrnehmung an, weil diese Wege das Krokodil in seiner eigenen Sprache erreichen. Wie das im Unterricht aussehen kann, zeigt Modul 3 „Steuerrad“.
Offen bleibt, warum Kinder so unterschiedlich reagieren.
Überlebensmuster
Niemand wählt sein Muster
Ob ein Kind eher kämpft oder eher erstarrt, hängt auch mit seiner Geschichte zusammen. Drei Einflüsse können dabei eine Rolle spielen.
Durch Ko-Regulation lernen Kinder, zwischen Aufregung und Beruhigung zu pendeln.
Erfahrungen von Eltern und Großeltern können biologische Spuren hinterlassen, die sich aber verändern lassen.
Erfahrungen von Flucht, Krieg oder Fremdheit können beeinflussen, was als Bedrohung erlebt wird.
Diese Einflüsse können prägen, sie müssen es aber nicht. Ein Kind mit Flucht- oder Migrationserfahrung reagiert nicht zwangsläufig anders als seine Mitschülerinnen und Mitschüler, und ein Kind ohne diese Erfahrung kann genau dieselben Muster zeigen. Dauerhafter Stress kann viele Quellen haben, etwa Sorgen in der Familie, Armut oder belastende Erlebnisse, und die Herkunft eines Kindes erklärt sein Verhalten selten allein.
Hilfreicher als eine schnelle Zuschreibung ist deshalb ein offener, neugieriger Blick auf das einzelne Kind und seine Geschichte.
Ein behutsamer Blick in die Familien
Belastungen können auch über die Familie weiterwirken. Ein Review zu traumasensiblen Schulkonzepten beschreibt, dass sich das Erziehungsverhalten von Eltern verändern kann, wenn sie selbst Traumatisches erlebt haben, und dass diese Veränderungen mit mehr aggressivem Verhalten bei Kindern zusammenhängen (Lembke, Linderkamp & Casale 2024). Dabei handelt es sich um einen statistischen Zusammenhang, der über eine einzelne Familie wenig aussagt.
Für die Schule bedeutet das vor allem, dass Eltern, die Schweres erlebt haben, oft selbst Betroffene sind. Ein Elterngespräch gelingt meist besser, wenn es von Verständnis getragen ist und ohne die Frage nach Schuld auskommt. Und wenn Sie spüren, dass eine Familie mehr Unterstützung braucht, als Schule leisten kann, ist das ein guter Moment, Hilfe mit ins Boot zu holen. Darum geht es ausführlich in Modul 7 „Glocke“.
Kinder hat die Dunedin-Studie über Jahrzehnte begleitet. Wie gut sie sich mit 3 bis 11 Jahren selbst steuern konnten, sagte ihre Lebenslage mit 32 Jahren voraus, unabhängig von Intelligenz und Herkunft.
Moffitt et al. 2011, PNAS 108(7)Achtsamkeitspraxis reichten in einer Studie aus, um messbare Veränderungen im Gehirn nachzuweisen. Das Gehirn bleibt ein Leben lang formbar.
Hölzel et al. 2011Die Werte verändern sich dabei Stufe für Stufe über alle Kinder hinweg. Schon kleine Fortschritte in der Selbstregulation können also einen Unterschied machen, und zwar für alle Kinder einer Klasse. Die Leopoldina empfiehlt in ihrer Stellungnahme von 2024, Selbstregulation in Kita und Schule gezielt zu fördern.
Damit sind wir bei der Frage, was mit Selbstregulation eigentlich gemeint ist.
Begriffe und Modell
Drei Ebenen, ein Anfang
Selbstregulation ist ein großes Wort mit vielen Bedeutungen. BeSOS setzt bewusst grundlegend an, beim Körper.
| Begriff | Worum es geht |
|---|---|
| Selbststeuerung | bewusstes, willentliches Handeln (Kuhl 2001) |
| Selbstkontrolle | Impulse zurückhalten und Belohnung aufschieben, bekannt aus dem Marshmallow-Test |
| Selbstregulation | der Oberbegriff: Ziele wählen, verfolgen und anpassen (Karoly 1993) |
| Bei BeSOS | ganz grundlegend die Fähigkeit, aus der Übererregung und dem Überlebensmodus wieder herauszufinden |
Leuchtturm-Praxisprojekte aus ganz Deutschland hat die Leopoldina im März 2026 auf ihrer Konferenz „Selbstregulation stärken“ vorgestellt. BeSOS war eines davon.
Leopoldina-Konferenz, Heilbronn 2026 · Rückblick und Keynotes ↗Die Leopoldina empfiehlt, Selbstregulation zu einer Leitperspektive des deutschen Bildungssystems zu machen. Mit diesem Modul arbeiten Sie also an einem Thema, das bildungspolitisch gerade weit oben steht.
Das Drei-Ebenen-Modell
Das Modell zeigt, warum BeSOS beim Körper beginnt. Wir verstehen es als Einstiegslogik und nicht als streng geprüftes Stufenmodell, und die Ebenen wirken in beide Richtungen.
Ebene 1 beginnt allerdings nicht im Kind allein, und darum geht es im letzten Kapitel.
Regulation geschieht in Beziehung
Ruhe ist ansteckend
Kinder lernen Regulation an den Erwachsenen, die sie umgeben.
Babys werden von ihren Bezugspersonen mitreguliert, über Stimme, Blick, Berührung und einen gemeinsamen Rhythmus. Daraus wächst nach und nach die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen. In der Schule geht das weiter, und Ihre Stimme, Ihr Tempo und Ihr Atem wirken dabei oft stärker als Ihre Worte.
Die beiden Forscher beschreiben außerdem, dass unser Gehirn vertraute Menschen ein Stück weit in die Vorstellung vom eigenen Selbst einbezieht. Das ist eine erstaunlich nahe neurobiologische Entsprechung zu Martin Bubers Satz „Der Mensch wird am Du zum Ich“, und es erklärt, warum die Nähe eines ruhigen Erwachsenen für ein aufgewühltes Kind so viel bewirken kann.
Studien mit über 88.000 Schülerinnen und Schülern zeigen, dass eine gute Beziehung zur Lehrkraft mit mehr Engagement und besseren Leistungen einhergeht.
Roorda et al. 2011Das hat eine Kehrseite, die wir alle kennen: Unter Stress fällt es auch Erwachsenen schwer, in Beziehung zu bleiben, und wir greifen eher zu Druck oder Strenge. Das ist menschlich, und es ist ein guter Grund, auf die eigene Ruhe zu achten. In BeSOS beschreiben wir die Fachkraft deshalb als Leuchtturm im sicheren Hafen.
Wo das Bild endet
Das Krokodil im Kopf ist ein Bild und kein anatomischer Befund. Es hilft beim Verstehen und im Gespräch mit Kindern, ersetzt aber keine Diagnostik, und BeSOS versteht sich nicht als Traumatherapie.
BeSOS im Podcast
Wenn junge Menschen in Kampf, Flucht oder Erstarren feststecken, werden Lernen, Neugier und Zukunftsplanung schwer. Im Gespräch geben wir Einblicke in unsere Arbeit und zeigen, welche Tools helfen können.
Ein Podcast der Initiative Bildungsketten, gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. BeSOS war zu Gast.Auf Spotify anhören ↗Zum Schluss fassen wir das Wichtigste noch einmal zusammen.
Das Modul auf einen Blick
Merksätze aus Modul 1 · Der Überlebensmodus
- Wenn ein Kind „nicht will“, lohnt sich die Frage, ob es in diesem Moment überhaupt kann.
- Kampf, Flucht und Erstarren sind Schutzreaktionen des Körpers, die niemand bewusst wählt.
- Erstarren fällt kaum auf und wird deshalb leicht für Desinteresse gehalten.
- Im Überlebensmodus erreichen Appelle den Kopf kaum. Über Atem, Bewegung und Beziehung findet der Körper eher zur Ruhe.
- Wie ein Mensch unter Stress reagiert, ist durch Bindung, Erfahrung und Herkunft geprägt und bleibt veränderbar.
- Kinder lernen Regulation an Erwachsenen, die selbst ruhig bleiben können.
Regulation beginnt im Körper. Sie entwickelt sich in Beziehung. Sie gelingt in einer Umgebung, die Sicherheit bietet.
Schritt 3 · Erproben
Was Sie schon können
Vieles von dem, worum es in diesem Modul ging, tun Sie wahrscheinlich längst, oft ganz intuitiv.
Fragen für Sie
Diese Fragen sind als Einladung gedacht. Vielleicht nehmen Sie eine davon mit in Ihren nächsten Schultag.
- Erinnern Sie sich an einen Moment, in dem Sie ein aufgewühltes Kind erreicht haben. Was haben Sie da getan, vielleicht ganz ohne nachzudenken?
- Gibt es ein Kind, das Sie jetzt mit etwas anderen Augen sehen? Welcher gute Grund könnte hinter seinem Verhalten stecken?
- Woran merken Sie, dass Ihr eigenes Krokodil wach wird, und was hilft Ihnen dann, wieder bei sich anzukommen?
- Was könnten Sie sich leise fragen, wenn Ihnen das nächste Mal der Gedanke „Der will doch nur …“ kommt?
Arbeitsbogen zum Ausdrucken
Zwei DIN-A4-Seiten mit den Merksätzen zum Nachlesen, Platz für Ihre Gedanken und einer Transferkarte zum Ausschneiden. Für den Schreibtisch oder das Gespräch im Tandem.
Arbeitsbogen öffnen (PDF)Schritt 4 · Austauschen · 75 Minuten
Gemeinsam weiterdenken
Im Gespräch mit anderen wird aus Wissen ein geübter Blick. Teilen Sie dabei Erfahrungen, aber keine Namen.
- Bringen Sie eine Situation mit, die Sie nach diesem Modul anders sehen.
- Überlegen Sie gemeinsam, welches Muster es gewesen sein könnte, welcher gute Grund dahinterstand und was den Körper erreicht hätte.
- Nehmen Sie Beispiele mit und ohne Fluchterfahrung in den Blick.
- Sprechen Sie auch über Grenzen und darüber, wann es gut ist, Unterstützung zu holen. Darum geht es ausführlich in Modul 7 „Glocke“.
Schritt 5 · Übertragen
Ihr Satz zum Mitnehmen
Ein einziger Satz genügt. Auf dem Arbeitsbogen finden Sie dafür eine Karte zum Ausschneiden.
Transferkarte · Modul 1
Wenn ein Kind „nicht will“, frage ich mich ab jetzt …
Im nächsten Modul geht es um Sie selbst und um die Frage, woran Sie merken, wie es Ihnen gerade geht. Dort lernen Sie auch die Stresspalme kennen.
Grundlage: BeSOS-Handbuch 2026, Kapitel 1 „Die Grundlagen – Selbstregulation und Überlebensmodus“ · Modulkatalog BeSOS Blended Learning, Stand 10/2026. Vollständige Literaturangaben im Handbuch.